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Swiss Ranger: Beamten-Show im Naturschutzgebiet

Klarstellung zur Infografik am Artikel-Ende (1)

Die Swiss Ranger inszenieren sich gerne als Schweizer Version der kanadischen Wildnis-Ranger. Die Realität sieht jedoch weniger spektakulär aus: Es handelt sich vor allem um Schönwetter-Beamte, die mit E-Bike oder zu Fuss auf wenigen Quadratkilometern Schutzgebiete überwachen, rapportieren und verwalten.

Ihre Haupttätigkeit? Patrouillieren, um Flora und Fauna zu beobachten, sowie Smalltalk oder Zurechtweisungen von Wanderern.

Der eigentliche Schwerpunkt der Arbeit beginnt jedoch oft erst vor Feierabend: Tagesrapporte schreiben, Beobachtungen dokumentieren und Meldungen an Vorgesetzte senden, die daraus wiederum Berichte und Empfehlungen für Gemeindeverwaltungen, Forstbetriebe, NGOs (Pro Natura), oder Polizeistellen erstellen.

Die Ranger und ihre Vorgesetzten sind somit auch klassische Beamte, die Homeoffice, Zoom-Sitzungen und Meetings mit anderen Behörden durchführen. Es ist ein riesiger Beamtenapparat, der hohe Kosten verursacht und weniger dem Schutz der Natur dient als vielmehr der eigenen Selbsterhaltung, finanziert auf Kosten der Steuerzahler sowie der wohlgesinnten Gönner von Pro Natura und ähnlichen NGOs.

Früher, noch ohne Swiss Ranger, war die Schweiz genauso schön. Damals wurden die anfallenden Aufgaben direkt von Gemeindeverwaltungen und Forstbetrieben erledigt, ganz ohne Mittelsmann namens Swiss Ranger.

  • Naturschutzgebiete werden zu Verwaltungssümpfen der Behörden.
  • Die Natur wird nicht mehr geschützt, sie wird administriert!

Und jetzt kommt der eigentliche Gipfel:

Die Schweiz zählt ca. 350 Ranger für ungefähr 1’400 km² (2) Naturschutzgebiete. Nach Abzug von Hochgebirge und schwer zugänglichen Flächen bleibt also nur ein kleiner Teil der Schweiz übrig, der vom Ranger patrouilliert werden kann.

Swiss-Ranger Betreuungsdichte:
1 Ranger pro 4 km²

Das entspricht ca. 40 % des Flughafens Zürich von 9,5 km² (inklusive aller Terminals, Startbahnen und Wiesen).

Kanada-Ranger Betreuungsdichte:
1 Ranger pro 194 km²
48.5x mehr als der Swiss Ranger!

Die Behörden haben auch noch die Natur zum grösstmöglichen Verwaltungsapparat ausgebaut, der vom Steuerzahler finanziert wird oder indirekt über NGOs wie Pro Natura, die wiederum direkt von der Staatskasse die benötigten Zuschüsse erhalten.

Pro Natura Ranger-Lehrgang:

Ranger/-innen und andere Aufsichtspersonen in
Naturschutzgebieten werden von der Bevölkerung
oft als «Naturpolizei» wahrgenommen. In einigen
wenigen Fällen haben sie zwar einzelne polizei-
liche Funktionen und sind beispielsweise befugt,
Ordnungsbussen zu erteilen. In den meisten Fällen
sind sie jedoch hauptsächlich zuständig für Informa-
tion, Sensibilisierung und Besucherlenkung. Dank
dem seit 15 Jahren existierenden Ranger-Lehrgang
vermitteln die Ranger/-innen als professionelle Fach-
leute zwischen Mensch und Natur und fördern so
den respektvollen Umgang mit der Umwelt. Die
Polizei und andere Sicherheitsorgane sind wichtige
Partner im Arbeitsalltag. Eine Kooperationskultur
und eine individuelle Vertrauensbasis sind für die
gegenseitige Unterstützung und Ergänzung von zen-
traler Bedeutung.

Andreas Boldt
Projektleiter Freizeitaktivitäten & Naturschutz, Pro Natura

https://www.institut-police.ch/06-wissen/06-04-format-magazine/2022-12/Inhalte/10-Boldt.pdf

(1) Klarstellung zur Infografik: Ranger-Vergleich Schweiz vs. Kanada

Die Zahl von 100–150 Rangern in Kanada betrifft bewaffnete „Park Wardens“, die eher mit Kantonspolizisten vergleichbar sind.

Für einen fairen Vergleich mit Schweizer Rangern müssen die zivilen kanadischen Ranger gezählt werden.

Kanada verfügt über 2’000 bis 5’000 zivile Ranger, wobei rund 50 % davon nur saisonal als Verstärkung in den Sommermonaten von Mai bis September angestellt sind.

Schweiz: ⌀ 1’400 km² / 350 Ranger = 4 km² pro Ranger

Kanada: ⌀ 485’000 km² / ⌀ 2’500 Ranger = 194 km² pro Ranger

https://en.wikipedia.org/wiki/Canadian_Rangers

https://www.canada.ca/en/army/corporate/canadian-rangers.html

(2) Gut zugängliche Naturschutzgebiete 800–2’000 km² = ⌀ 1’400 km²

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